Durch europäische Städte - Spanien - Barcelona
 

Von Laterne zum Tempel - Barcelona, Spanien

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Plaça Reial

Plaça Reial

In der Nähe von La Rambla befindet sich ein wunderschöner Platz Reyal (katalanisch: Placa Reial, spanisch: Plaza Real), umrahmt mit Arkaden. Hier fallen jedem ungewöhnliche Straßenlaternen auf.
Jeder von denen hat sechs Lampen und an der Spitze ist der geflügelte Helm des Merkur, des Götterboten. Gipfel der Laternen ist in Form von Caduceus mit zwei Schlangen gemacht - Heroldstab bei Altgriechen und Römer. Diese Laternen sind ein der ersten Werke von Gaudi, Barcelonas großen Architekten.

Während unseres Urlaubs in Spanien im September 2007 ware wir in einem Hotel in der Nähe von Barcelona. Dadurch konnten wir Barcelona mehrmals besuchen, um gezielt zumindest einen Teil der berühmten Gaudis Gebäude zu besichtigen.

Antoni Gaudi wurde 1852 in der Stadt Reus, 15 km westlich von Tarragona, geboren. (Wir waren zu Reus leider noch nicht wissend, dass es Gaudís Geburtsort ist.)
Gaudi ist der eigenartigste Repräsentant des Jugendstils. Dieser Stil ist in Europa im späten 19. Jahrhundert entstanden und hieß Art Nouveau in Belgien und Frankreich, "modernismo" - in Spanien.
Er ist von sanft kurvenförmige Linien und Muster mit dezenten Farben ausgeprägt, oft in Form von Pflanzen und Muscheln. In den Fassaden wurden geschmiedeten Metallgitter verwendet. Als erstes Beispiel dieser Art der Architektur gilt das Tassel House Hotel, gebaut von Victor Horta in Brüssel.



Fenster von Casa Batlló

Fenster von Casa Batlló

Casa Batlló

Casa Batlló

Wir haben geplant Casa Batlló, Casa Mila, Palau Güell, Park Güell und Sagrada Familia zu besichtigen. Wir konnten alles sehen bis auf Palau Güell. Das Gebäude wurde saniert und selbst von außen konnten wir nichts sehen.
Glücklicherweise konnten wir jedoch die restlichen Gebäude besichtigen, wenn auch nicht überall drinnen waren.

Haus (Casa) Batlló wurde schon dreißig Jahre zuvor bewohnt als Josep Batlló den Auftrag zur Umgestaltung des Hauses. Gaudi erreicht hier eine überraschende Kombination von Luxus und Frömmigkeit, da die Idee des Gebäudes auf der Legende des Heiligen Georg, Schutzpatron von Katalonien, basiert. Zum Beispiel ist eine Kuppel mit einem Kreuz auf dem Dach ein Symbol für den Speer von Heiligen Georg, auf dem sind die Namen von Jesus, Maria und Joseph geschrieben.

Zwar ist im Innenraum wenig erhalten geblieben. Es scheint aber, dass das Interessanteste in diesem Haus doch innen und nicht außen ist. (Aber gerade drin waren wir leider nicht.)
Dafür macht das Haus von außen einen unauslöschlichen Eindruck. Dank Fliesen und Keramik nimmt die Fassade abhängig von der Beleuchtung verschiedene Schattierungen und sieht wie verschwommen aus. Es assoziiert sich mit Monets "Seerosen".

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Sonstiges
Gaudis Werke in Barcelona:

- Sagrada Familia (Gaudi 1883–1926)
- Casa Vicens (1883–1888)
- Guell Pavillons (1884–1887)
- Palau Guell (1886–1888)
- Straßenlaternen auf der Placa Reial (1888)
- Schule der Theresianerinnen (1888—1894)
- Casa Calvet (1898–1900)
- Casa Figueras (1900—1909)
- Park Guell (1900–1914)
- Casa Batllo (1904–1906)
- Casa Mila (1906–1910)